

Vom Kulturtempel zum Dritten Ort!
Umbau Hugenottenhalle/Stadtbibliothek
Ein zentrales Thema im kommunalen Wahlkampf war, über alle Parteien hinweg, die Zukunft der Hugenottenhalle und der damit verbundene Umbau inklusive Stadtbibliothek zu einem sogenannten „Dritten Ort“ als Kultur- und Bildungszentrum. Mitten in der Innenstadt und verkehrsgünstig gelegen, wurde der Kulturtempel bereits 1977 eingeweiht und bald zum Leuchtturm in der Region.
Der Umbau von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek zu einem Dritten Ort wurde am 08.09. 2021 beschlossen. Mit dem Umbau soll nicht nur allein der technische Zustand des Gebäudes modernisiert werden, sondern vielmehr ein neuer zukunftsfähiger konzeptioneller Ansatz zur Schaffung eines kulturellen und stadtgesellschaftlichen Bildungsortes verfolgt werden, der viele Effekte für Neu-Isenburg mit sich bringen soll.
Am 23. November 2023 wurde von den Stadtverordneten ein architektonischer und freiraum-planerischer Realisierungswettbewerb beschlossen, mit Start im Januar 2024. Am europaweiten Wettbewerb haben 20 Planungsteams teilgenommen. Für den Umbau der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek zum Kultur- und Bildungszentrum wurden bislang 800.000 Euro im Förderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung angemeldet. In der Sitzung vom Preisgericht, die am 26. und 27.08.2024 stattfand, stimmte das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali aus Frankfurt einstimmig für den Entwurf des Teams: AFF Architekten und Landschaft Architektur Birgit Hammer, Berlin. Für Preise und Anerkennungen standen insgesamt 241.000 EUR zzgl. MwSt. zur Verfügung.
Der städtebauliche Wettbewerb ist abgeschlossen, weitere Vergaben mit einem Kostenvolumen von 1,45 Mio. Euro wären nun erforderlich, um über die Entwurfsplanung genauere Kostenschätzungen zu erhalten.
Die Finanzierung des Projekts Kultur- und Bildungszentrum ist derzeit nicht gesichert, prognostiziert wird ein Gesamtvolumen von 50-60 Mio. Euro. Für die oben genannten Ansätze und den Wettbewerb wurden derzeit 42 Mio. Euro brutto Gesamtkosten angesetzt.
Der vorläufige Zeitplan sieht die Beauftragung des Planungsteams bereits für die Jahre 2025/2026 vor; die Entwurfs- und Genehmigungsphasen könnten in den Jahren danach folgen, mit einem möglichen Baubeginn ab 2029 und einer Fertigstellung 2032. Die Verwaltung arbeitet parallel an möglichen Interimsspielstätten und kulturellen Konzepten für den Schließungszeitraum.
Was sagt der neue Koalitionsvertrag?
Wir richten die Weiterentwicklung von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek vor dem Hintergrund neuer Standortnutzungen neu aus und stellen die Weichen für ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept als „Dritter Ort“.
Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen mit dem erfolgten Einzug von Musikschule, Philharmonischer Gesellschaft, VdK und VHS, in die nicht mehr für den Schulbetrieb benötigten Bestandsgebäude der Albert-Schweitzer-Schule und der Freizeitvilla wird schnellstmöglich für die künftige Ausgestaltung des Dritten Ortes an der Hugenottenhalle und Stadtbibliothek ein alternatives Raum- und Nutzungskonzept erarbeitet unter Nutzung von Synergien.
Ziel dabei ist es, die bislang geplante Mehrung des umbauten Raumes auf dem Areal von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek deutlich zu reduzieren und somit die Finanzierbarkeit der grundlegenden Sanierung unter Berücksichtigung von zu beantragenden Fördermitteln gegenüber bisherigen Planungen zu optimieren.
Die Schließzeiten für die grundlegende Sanierung sind so kurz wie möglich zu halten und die Hugenottenhalle und Stadtbibliothek den Bürgerinnen und Bürgern mit einem modernen Konzept als Drittem Ort so schnell wie möglich wieder zur Verfügung zu stellen. Die hierfür notwendigen Maßnahmen sind zügig zu veranlassen und für die Zwischenzeit ist eine geeignete Interimslösung zur Sicherung der Kulturarbeit im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu errichten.