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Thema der Woche

Gewerbesteuersteuer in Hessen 1. Halbjahr um 6 % gestiegen, in Neu-Isenburg um 34 % gesunken – wo ist die Steuer hin?

Die hessischen Kommunen haben nach vorläufigen Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamts vom 28.07. im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 3,8 Milliarden Euro Gewerbesteuer eingenommen. Damit lagen die Gewerbesteuereinzahlungen um 217 Millionen Euro über dem Wert des ersten Halbjahres 2025. 

Neu-Isenburg verzeichnete, wie mehr als die Hälfte der Kommunen (54,4 %), niedrigere Gewerbesteuereinzahlungen als im Vorjahreszeitraum. Der hessenweite Zuwachs bei den Gewerbesteuereinzahlungen wurde von wenigen Kommunen getragen. Die höchsten absoluten Zuwächse gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 hatten Frankfurt am Main (plus 248 Mio. Euro), Kassel (plus 73 Millionen Euro) und Eschborn (plus 54 Millionen Euro). 

Im Kreis Offenbach haben folgende Städte im 1. Halbjahr höhere Gewerbesteuereinnahmen zu verzeichnen: Dietzenbach + 32%, Dreieich + 6%, Langen +20 %, Seligenstadt + 14%. Neu-Isenburg verzeichnet nun bereits wiederholt ein rückläufiges Ergebnis. Die Gewerbesteuer ist Neu-Isenburgs wichtigste Einnahmequelle (58%), ohne sie wäre der städtische Haushalt mit seinen hohen Ausgaben nicht zu stemmen. 

Neu-Isenburg steht wie viele hessische Kommunen vor der Herausforderung, ihre stetig wachsenden Aufgaben in der Daseinsvorsorge, der Infrastrukturentwicklung und Haushaltsführung dauerhaft solide zu finanzieren. Insbesondere steigende Aufwendungen in den Bereichen Kinderbetreuung, Bildung, Klimaschutz, Digitalisierung der Verwaltung sowie Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, führen neben allgemeinen Kostensteigerungen in allen Bereichen zu einer erhöhten strukturellen Belastung des Haushalts.

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